Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie kommen in St. Pancras mit einem Kaffee und einem guten Buch an, steigen in einen Hochgeschwindigkeitszug und stehen nur wenige Stunden später mitten in Berlin.
Der soeben unterzeichnete „Kensington-Vertrag“ zwischen dem GROSSBRITANNIEN und Deutschland soll diese Reise möglich machen und die Barrieren überwinden, die lange Zeit den grenzüberschreitenden Zugverkehr behindert haben. Führende Politiker auf beiden Seiten wollen Direktverbindungen nicht nur nach Berlin, sondern auch zu Hotspots wie Köln und Frankfurt einrichten und damit den Traum von Tür-zu-Tür-Verbindungen in ganz Europa auf der Schiene wieder aufleben lassen.
Ein wegweisendes Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland
Die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland werden nach dem Brexit neu geordnet, und dieser Vertrag ist ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Zusammenarbeit in vielen Bereichen, auch im Verkehrswesen. Es ist geplant, ein Team von Beamten und Ingenieuren zusammenzustellen, um die größten Hindernisse wie Grenzkontrollen, unterschiedliche technische Standards und Sicherheitsvorschriften zu beseitigen und so den Weg für direkte Bahnverbindungen zu ebnen.
Dies gilt nicht nur für Geschäftsreisende. Teil des Abkommens sind auch Initiativen zur Förderung des kulturellen Austauschs, zur Steigerung des Tourismus, zur Vereinfachung des Familiennachzugs und zur Erleichterung der Visaerteilung für Studenten. Normale Reisende könnten auch von der Einführung neuer E-Gates an Bahnhöfen profitieren, die schnellere Grenzübertritte ermöglichen.
Ein direkter Zug zwischen London und Berlin
Flüge zwischen London und Berlin gehören zu den verkehrsreichsten und klimaschädlichsten in Europa. Eine direkte Zugverbindung wäre eine wirklich emissionsarme Alternative und würde die Klimaauswirkungen des Fluges über den Ärmelkanal verringern. Für umweltbewusste Londoner ist die Aussicht, die Fahrt zum Flughafen gegen eine entspannte Bahnfahrt einzutauschen, sehr attraktiv, zumal Eurostar und andere Betreiber neue Investitionen in ihre Flotten tätigen.
Wann wird der Direktzug zwischen London und Berlin starten?
Natürlich geht es nicht nur darum, neue Gleise zu verlegen und eine grüne Flagge zu schwenken. Frühere Pläne für Direktzüge nach Deutschland scheiterten an den Kosten, an komplizierten Kontrollen und an der technischen Schwierigkeit, Nicht-Eurostar-Züge durch den Kanaltunnel zu bekommen.
Doch zum ersten Mal seit Jahrzehnten scheinen sich die Sterne zu vereinigen. Die Exklusivität des Eurostar bei der Kanalüberquerung ist beendet, neue Hochgeschwindigkeitszüge sind auf dem Weg, und beide Seiten preisen die Vorteile nicht nur für den Handel, sondern auch für die Reisenden an, die sich nach mehr Auswahl sehnen.
Die Arbeiten an der Verbindung zwischen London und Berlin haben gerade erst begonnen. In den kommenden Monaten werden sich Experten mit der Streckenplanung, der Sicherheit und der Frage befassen, ob die Grenzkontrollen an den Bahnhöfen oder an Bord stattfinden. Einen Eröffnungstermin gibt es noch nicht, aber man hofft, dass in den nächsten 10 Jahren ein regelmäßiger Zugverkehr eingerichtet werden kann, der den Londoner Bahnhof St. Pancras mit dem Berliner Hauptbahnhof verbindet, und zwar mit einer Geschwindigkeit und einem Komfort, der dem des Fliegens gleichkommt.
Im Moment ist dies ein verlockender Vorgeschmack auf die Reisen, die Londoner bald unternehmen könnten, und zwar nicht nur über den Ärmelkanal, sondern über einen ganzen Kontinent.