Ich weiß, dass ich nicht oft darüber rede, aber ich hab eine ziemliche Schwäche für Londons zuverlässiges Verkehrsnetz. Es gibt nur wenige Dinge, die mir mehr Spaß machen, als eines seiner seltsamen und wunderbaren Geheimnisse zu entdecken. Und mit über 160 Jahren Geschichte gibt es eine Menge lustiger, faszinierender und vergessener Fakten über die 272 Stationen der Londoner U-Bahn.
Es gibt einen Fluss, der durch den Sloane Square fließt, den kaum jemand kennt. Es gibt einen riesigen Krater auf dem Mars, der nach Tooting Bec benannt ist. Es gibt sogar eine verlassene Station, die jetzt ein Escape Room ist. Aber eine der neuesten interessanten Infos betrifft vier Wagenhallen an der Queen’s Park Station.
Ich weiß, was du jetzt denkst: Was ist so interessant an ein paar alten Wagenhallen? Die Antwort darauf ist einfach. Die Queen’s Park Station ist die einzige U-Bahn-Station im gesamten Londoner U-Bahn-Netz, die Fahrgästen den Zugang zu diesen Wagenhallen erlaubt. Versteh mich nicht falsch, man kann nicht einfach zu Fuß hineingehen und sich umsehen. Aber die Züge der Bakerloo Line in Queen’s Park fahren durch die Hallen und bieten den Fahrgästen einen einzigartigen Einblick – etwas, das man an keiner anderen Station in London erleben kann.

An der Queen’s Park Station gibt’s vier Wagenhallen, die mit den Nummern 21 bis 24 versehen sind. Zwei davon dienen zur Unterbringung der Züge, die in Queen’s Park enden (was offenbar etwa ein Drittel der Züge der Bakerloo Line tun), und bieten ihnen Schutz vor dem Wetter und einen Platz, an dem sie sich ausruhen können. Die anderen beiden Wagenhallen werden jedoch häufig durchfahren. Wenn du in Richtung Norden fährst, saust du durch den Wagenpark Nr. 21. Und wenn du dich in Richtung Süden wagst, fährst du durch den Wagenpark Nr. 24.
Die Wagenhallen haben ein unverwechselbares Aussehen: Sie sind groß und haben große Metalldächer. Die Wagenhallen am Queen’s Park befinden sich nördlich des Bahnhofs, wo sich die Gleise teilen. Der Bahnhof Queen’s Park ist seit 1879 in Betrieb, aber erst 1915 erhielt er seinen komfortablen Platz auf der Bakerloo Line, als die Linie von Kilburn aus verlängert wurde.
Man lernt wirklich jeden Tag etwas Neues, oder?