Zugegeben, es ist nicht gerade ungewöhnlich, dass ich mich hier über Verkehrsmittel auslasse. Doch während ich normalerweise schwärmerisch über Londons liebenswertes Labyrinth aus U-Bahnen, Zügen und Tunneln spreche, geht es heute etwas weiter hinaus. Reisefreudige Londoner, hört gut zu – denn ich habe Neuigkeiten, die euch direkt auf den Zug treffen werden.
Macht euch bereit, sehnsüchtig aus dem Zugfenster zu blicken (à la Musikvideo aus den 90ern), während ihr an einigen der malerischsten Orte Nordeuropas vorbeirauscht – denn gerade wurde eine praktische neue Bahnstrecke angekündigt. Und diese wird Reisende zwischen zwei der beliebtesten Hauptstädte des Kontinents befördern.
Der neue Zug auf den Schienen wird von einem Trio aus drei Bahnunternehmen bereitgestellt: Vy, DSB und Deutsche Bahn. Die Direktverbindung wird Oslo und Berlin nahtlos und nachhaltig über Städte wie Hamburg, Kopenhagen und Göteborg verbinden.

Die Strecke wird von den neuen Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn bedient: den ICE Ls. Diese Züge bieten in den meisten Wagen einen stufenlosen Zugang und sind damit eine barrierefreie, nachhaltige und geradezu traumhafte Alternative zum Fliegen.
Der neue grenzüberschreitende Kontinentalzug wird eine der längsten Zugstrecken Europas sein und vier verschiedene Länder durchqueren. Die Strecke markiert zudem die erste direkte Zugverbindung zwischen Berlin und Oslo seit über 20 Jahren.
Bevor ihr jetzt schon euren Jahresurlaub beantragt und eure Koffer aus dem Schrank holt, sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Strecke erst im Sommer 2028 in Betrieb genommen wird. Fahrplan und Ticketpreise sind noch nicht bekannt, aber sobald der Verkehr aufgenommen wird, soll der Zug zweimal täglich verkehren und die Fahrt zwischen 14 und 15 Stunden dauern. Meine Güte.

Gro Bakstad, CEO von Vy, sagte: „Es ist fantastisch, dass wir nun eine neue, feste Zugverbindung zwischen Oslo, Kopenhagen, Hamburg und Berlin bekommen.
„Die Zusammenarbeit mit der DSB und der Deutschen Bahn bedeutet, dass wir Norwegen enger an Europa anbinden können, und langfristig könnte dies Direktverbindungen zu weiteren europäischen Städten ermöglichen.“
Flemming Jensen, CEO von DBS, sagte: „Wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam mit Vy und der DB bald eine der längsten Zugstrecken Europas anbieten können. Der Weg zu starken Zugverbindungen in Europa führt über die Stärkung der guten Partnerschaften, die wir mit anderen Bahnunternehmen haben.“