Wenn du an einem Abend im März in London unterwegs bist und die Gebäude weniger beleuchtet sind als sonst, brauchst du keine Panik zu haben. Es gibt keinen Stromausfall in der ganzen Stadt (hoffentlich) und es ist auch sonst nichts Schlimmes passiert. Vielmehr ist dies Teil einer symbolischen Aktion, bei der Wahrzeichen in der ganzen Stadt und im ganzen Land für eine Stunde ausgeschaltet werden, um die Earth Hour zu feiern.
Am 28. März zwischen 20:30 und 21:30 Uhr werden das London Eye, Big Ben, die Lichter am Piccadilly Circus und andere Sehenswürdigkeiten ihre Lichter ausschalten oder dimmen. Es ist das 20. Jahr dieser bedeutenden, symbolischen Aktion, die „eine der weltweit größten Basisbewegungen im Bereich Umweltschutz“ ist. Die Veranstaltung soll die Menschen daran erinnern, sich mit der Natur um sie herum auseinanderzusetzen. Und nach 20 Jahren ist diese Mission wichtiger denn je: „Die Natur befindet sich im freien Fall, und wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen, unsere Welt wieder zum Leben zu erwecken.”
Earth Hour
Die Earth Hour hat ihren Ursprung in Sydney, Australien, wo sie 2007 mit einer Licht-aus-Aktion begann. Was in einer Stadt begann, hat sich seitdem zu einer symbolischen Aktion auf der ganzen Welt entwickelt. Über 190 Länder haben seitdem an Licht-aus-Aktionen und Aktivitäten teilgenommen, die „ein breiteres Engagement für die Natur und unseren Planeten“ symbolisieren.

Zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die für die Veranstaltung ihre Lichter ausgeschaltet haben, gehören:
- Der Eiffelturm
- Das Opernhaus von Sydney
- Die Pyramiden von Gizeh
- Die Christusstatue in Rio
- Das Empire State Building
Auch Einzelpersonen sind eingeladen, sich zu beteiligen, indem sie auf ihre eigene Weise den Strom ausschalten. Der WWF schlägt vor, dass man einen Weg findet, mit der Natur in Kontakt zu kommen, der „zu den eigenen Interessen und dem Lebensstil passt”. Das könnte zum Beispiel ein „Parkrun-Event im Wald, Stricken für die Natur, das Kochen einer umweltfreundlichen Mahlzeit oder einfach das Ausschalten des Lichts für eine Stunde” sein. Letztendlich ist es deine Entscheidung, wie du abschaltest, dich entspannst und dich mit anderen zusammentust, um wieder eine Verbindung zur Natur aufzubauen.
Lisa Lee, Geschäftsführerin für Marke, Kampagnen und Kommunikation beim WWF-UK, sagte:
„Wenn am 28. März die Wahrzeichen dunkel werden und die Gemeinden zusammenkommen, feiern wir zwei Jahrzehnte gemeinsamer Aktionen, in denen sich die Earth Hour von einem symbolischen Ausschalten zu einer Aktion entwickelt hat, bei der Menschen im Laufe der Jahre Millionen von Stunden ihrer Zeit auf einzigartige Weise für die Erde opfern. Diese Zeit ist eine Gelegenheit, sich wieder mit der Natur und miteinander zu verbinden. Jeder, der mitmacht, wird Teil der Geschichte der Earth Hour – und Teil einer wachsenden Bewegung zur Wiederherstellung der Natur, jetzt und noch lange nachdem die Lichter wieder angehen.“

Mehr über die Earth Hour und den WWF erfährst du hier.