England, Wales, Schottland und die Republik Irland erhalten keine automatische Qualifikation für die EM 2028, obwohl sie das Turnier gemeinsam ausrichten.
Die UEFA hat bestätigt, dass alle vier Gastgeberländer das übliche Qualifikationsverfahren durchlaufen müssen, wobei jedoch eine Sicherheitsvorkehrung für die am höchsten platzierten Gastgeberländer vorgesehen ist, die sich nicht qualifizieren.
England hat keinen automatischen Startplatz für die EM 2028

Die Entscheidung bedeutet, dass die vier Mitausrichter einen härteren Weg ins Finale vor sich haben als Gastgeberländer normalerweise, spiegelt aber auch den ungewöhnlichen Charakter eines Turniers wider, das sich über mehrere Länder erstreckt.
Da 24 Plätze in der Endrunde zur Verfügung stehen, musste die UEFA einen Ausgleich zwischen Fairness bei der Qualifikation und den praktischen Gegebenheiten der Austragung des Turniers in Großbritannien und Irland finden.
Was die UEFA beschlossen hat
Nach dem Format der UEFA sichern sich die 12 Gruppensieger der Qualifikationsrunden und die acht besten Zweitplatzierten ihren Platz bei der EM 2028. Das macht 20 der 24 Plätze im Turnier aus.
Die verbleibenden vier Plätze werden über eine Ausnahmeregelung für Gastgeberländer und Play-offs vergeben.
Zwei dieser Plätze sind für die beiden am höchsten platzierten Gastgeberländer reserviert, die sich nicht direkt qualifizieren, während die anderen beiden Plätze über Play-offs zwischen den verbleibenden Zweitplatzierten und den Mannschaften der Nations League vergeben werden.
Was das für die Gastgeber bedeutet

Für England, Schottland, Wales und die Republik Irland ist dies eine bemerkenswerte Abweichung vom traditionellen Vorteil der Gastgeberländer.
Bei früheren EM-Turnieren erhielten die Gastgeberländer in der Regel einen automatischen Startplatz, doch das war hier nicht möglich, da das Turnier auf vier Länder aufgeteilt ist.
Die gute Nachricht für die Gastgeber ist, dass sie wahrscheinlich nicht komplett außen vor bleiben werden. Sollten sich eine oder mehrere von ihnen nicht direkt qualifizieren, dürften die von der UEFA reservierten Plätze ihnen dennoch eine gute Chance auf die Teilnahme an der Endrunde bieten.
Warum die UEFA diese Änderung vorgenommen hat
Die Entscheidung der UEFA ist vor allem durch logistische Aspekte und die Turnierstruktur bedingt. Eine Ausrichtung durch vier Länder passt nicht nahtlos in das alte Modell der automatischen Qualifikation, insbesondere da nur 24 Plätze für die Endrunde zur Verfügung stehen.
Indem alle vier Mannschaften sich qualifizieren müssen, sorgt die UEFA für mehr Einheitlichkeit im Verfahren und schützt die Gastgeberländer gleichzeitig bei Bedarf durch reservierte Plätze. Es ist ein Kompromiss, der es dem Turnier ermöglicht, seine sportliche Integrität zu wahren, ohne die Teilnahme der Gastgeberländer ernsthaft zu gefährden.
Eine neue Wendung für die EM 2028
Die EM 2028 wird wohl eines der außergewöhnlichsten internationalen Turniere der jüngeren Vergangenheit sein, da die Spiele über England, Schottland, Wales und die Republik Irland verteilt sind.
Das Qualifikationssystem sorgt nun für zusätzliche Spannung, vor allem, wenn eine oder mehrere der Gastgeberländer während der Qualifikationsrunde Schwierigkeiten haben.