Der Juli-Vollmond, bekannt als „Buck Moon“, wird diese Woche den Himmel über ganz Großbritannien erhellen und einen der stimmungsvollsten Momente des Sommers für Sterngucker bieten.
Der Mond erreicht seinen Höhepunkt Ende des Monats und wird technisch gesehen seine vollste Phase bei Tageslicht erreichen.
Aber keine Sorge – das eigentliche Spektakel findet erst nach Sonnenuntergang statt, wenn er leuchtend am Horizont aufgeht und in den Nächten von Dienstag und Mittwoch mit bloßem Auge fast vollständig voll erscheint.
Wann und wo du den Buck Moon sehen kannst

Der Vollmond erreicht seinen Höhepunkt am 29. Juli um 15:36 Uhr BST.
Obwohl der Mond im gesamten Vereinigten Königreich genau zum Zeitpunkt der Vollmondphase knapp unter dem Horizont stehen wird, werden Himmelsbeobachter das Spektakel nicht verpassen, da er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit bloßem Auge immer noch voll erscheinen wird.
Dann erscheint er am größten und eindrucksvollsten und leuchtet beim Aufgehen oft bernsteinfarben oder golden.
In weiten Teilen Englands, insbesondere in den zentralen, südlichen und östlichen Regionen, wird der Himmel voraussichtlich weitgehend klar bleiben, was ideale Beobachtungsbedingungen schafft.
Rechnet mit milden Nachttemperaturen, leichtem Wind und nur geringer Bewölkung.
In Schottland, Wales und Nordirland sind die Bedingungen etwas wechselhafter.
Auch wenn es vereinzelt Wolken und gelegentliche Schauer geben mag, sollten klare Phasen dennoch gute Gelegenheiten bieten, den Mond zu beobachten.
Im Osten und Norden Schottlands dürfte die Sicht am besten sein.
Warum heißt er „Buck Moon“?
Der Name „Buck Moon“ stammt aus Traditionen der amerikanischen Ureinwohner und der frühen Kolonialzeit, in denen Vollmonde dazu dienten, Jahreszeiten und natürliche Zyklen zu verfolgen.
Der Juli-Mond markiert die Zeit des Jahres, in der männliche Hirsche, sogenannte „Bucks“, beginnen, rasant neues Geweih wachsen zu lassen. Der Name spiegelt diesen saisonalen Wandel in der Tierwelt wider und verbindet den Mondkalender mit den Rhythmen der Natur.
Er trägt auch andere stimmungsvolle Namen. Das Royal Observatory Greenwich bezeichnet ihn als „Thunder Moon“ – eine Anspielung auf die häufigen Sommergewitter im Juli.
Anderswo wird er auch „Hay Moon“ genannt, was mit der traditionellen Heuerntezeit zusammenhängt.
Was macht diesen Mond so besonders?
Auch wenn es dieses Jahr kein Supermond ist, bietet der Buck Moon dennoch ein beeindruckendes Schauspiel, besonders beim Mondaufgang.
Wenn er sich nahe am Horizont befindet, kann er aufgrund der „Mondillusion“ ungewöhnlich groß wirken – ein optischer Trick, der ihn größer erscheinen lässt, als er tatsächlich ist.
Das macht ihn zu einem Favoriten für Fotografen und Gelegenheits-Sterngucker gleichermaßen, besonders vor dem Hintergrund von Stadt-Skylines oder ländlichen Landschaften.
Für das beste Erlebnis:
Such dir einen offenen Ort mit freiem Blick auf den östlichen Horizont
Begib dich etwas außerhalb der Stadtgebiete, um Lichtverschmutzung zu vermeiden
Plant eure Beobachtung kurz nach Sonnenuntergang ein, um den dramatischen Aufgang des Mondes zu erleben
Was es sonst noch am Sommerhimmel zu sehen gibt

Der „Buck Moon“ ist nur ein Highlight in einem Sommer voller himmlischer Ereignisse.
Der Perseiden-Meteorschauer ist bereits im Gange und erreicht in der Nacht vom 12. auf den 13. August seinen Höhepunkt – eine der besten Gelegenheiten des Jahres, um Sternschnuppen zu beobachten.
Noch spannender: Am 12. August findet eine große Sonnenfinsternis statt.
Zwar wird die totale Sonnenfinsternis nur in Teilen Spaniens und Nordportugals zu sehen sein, doch auch in Großbritannien wird es eine dramatische partielle Sonnenfinsternis geben, bei der bis zu 90 % der Sonne verdeckt sein werden.
Später im Monat wird es in den frühen Morgenstunden des 28. August zu einer partiellen Mondfinsternis kommen, die eine seltene Abfolge astronomischer Ereignisse abrundet.