El Niño wurde für das Jahr 2026 offiziell ausgerufen, und Prognosen deuten darauf hin, dass es eines der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.
Doch während das Phänomen bereits Besorgnis über extremes Wetter weltweit auslöst, was bedeutet es eigentlich für Großbritannien?
Was ist El Niño?
El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das sich im tropischen Pazifik entwickelt. Es tritt auf, wenn die Passatwinde nachlassen oder ihre Richtung umkehren, wodurch sich warmes Wasser nach Osten über den Ozean ausbreiten kann.
Obwohl es sich Tausende von Meilen entfernt bildet, kann diese Veränderung der Meerestemperaturen globale Wetterverhältnisse stören und in manchen Regionen Überschwemmungen sowie in anderen Dürren auslösen.
Das diesjährige Ereignis dürfte besonders intensiv ausfallen, was die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse weltweit erhöht und die globalen Temperaturen bis 2027 möglicherweise auf Rekordhöhen treiben könnte.
Wird El Niño das Wetter in Großbritannien beeinflussen?
Die kurze Antwort: Ja, aber nur geringfügig und indirekt.
Im Gegensatz zu Ländern, die an den Pazifik grenzen, wie Peru, Australien und Teile der Vereinigten Staaten, liegt Großbritannien zu weit entfernt, um die volle Wucht von El Niño zu spüren.
Stattdessen wirkt sich El Niño bei uns eher subtil aus und wird oft von näher gelegenen Wettersystemen überschattet.
Dennoch deuten Studien darauf hin, dass ein starker El Niño die Wetterverhältnisse in Großbritannien dennoch in einigen entscheidenden Punkten beeinflussen kann:
- Es könnte die Wahrscheinlichkeit eines milderen Winters in ganz Nordeuropa erhöhen
- Es kann beeinflussen, wie Atlantikstürme in Richtung Großbritannien ziehen
- Es könnte zu feuchteren oder trockeneren Phasen führen
Diese Auswirkungen sind jedoch nicht garantiert und im Vergleich zu anderen Faktoren meist relativ schwach.
Warum die Auswirkungen von El Niño auf Großbritannien begrenzt sind
Das Wetter in Großbritannien wird in erster Linie vom Atlantik, dem Jetstream und regionalen Drucksystemen bestimmt, nicht vom Pazifik.
Bis der Einfluss von El Niño den Globus umrundet hat, muss er mit einem komplexen Geflecht atmosphärischer Muster über dem Atlantik interagieren. Das macht seine Auswirkungen weniger vorhersehbar und weitaus weniger direkt.
Tatsächlich wirkt sich kein El-Niño-Ereignis genau so auf Großbritannien aus wie ein anderes. Selbst starke oder „Super“-El-Niño-Jahre können sehr unterschiedliche Winter mit sich bringen, je nachdem, wie sich andere Klimafaktoren zur gleichen Zeit verhalten.
Was können wir dieses Jahr wettertechnisch erwarten?
Es ist zwar noch zu früh, um genaue Bedingungen festzulegen, doch Meteorologen gehen davon aus, dass sich ein möglicher El-Niño-Einfluss in Großbritannien höchstwahrscheinlich in den Wintermonaten bemerkbar machen wird.
Selbst dann wird es nur ein Teil eines viel größeren Puzzles sein. Dominante atlantische Wettersysteme können Signale aus dem Pazifik leicht überlagern, was bedeutet, dass es im Vereinigten Königreich unabhängig von der Stärke von El Niño weiterhin zu allem kommen könnte – von Kälteeinbrüchen bis hin zu nassen und stürmischen Phasen.
Die globalen Folgen von El Niño
Auch wenn die Auswirkungen auf Großbritannien vielleicht nur geringfügig sind, sind die globalen Folgen von El Niño weitaus bedeutender.
Das Phänomen steht im Zusammenhang mit:
- Erhöhtes Risiko für extreme Hitze weltweit
- Erhöhtes Dürrerisiko in einigen Regionen und starke Regenfälle in anderen
- Störungen in der Landwirtschaft und den Lebensmittelversorgungsketten
Da das diesjährige Ereignis voraussichtlich besonders stark ausfallen wird, beobachten Wissenschaftler genau, welchen Einfluss es auf das globale Wetter hat und inwieweit es in den kommenden Jahren zu Rekordtemperaturen beitragen könnte.