Großbritannien stehen möglicherweise einige schwüle Monate bevor, da neue Langzeitprognosen überdurchschnittliche Temperaturen und eine höhere Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen im gesamten Sommer 2026 andeuten.
Im Sommer 2026 ist es wahrscheinlicher, dass es im Vereinigten Königreich zu Hitzewellen kommt
Laut der Anfang Juni veröffentlichten Dreimonatsprognose des Met Office ist es wahrscheinlicher als sonst, dass es im Vereinigten Königreich bis Ende August zu heißeren Bedingungen kommt.
Die Wettervorhersager sagen eine „erhöhte Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen und hitzebedingte Auswirkungen“ voraus, wobei die Temperaturen voraussichtlich durchgehend über den saisonalen Durchschnittswerten liegen werden.
Der Mai war der wärmste Monat, der je im Vereinigten Königreich gemessen wurde, mit Temperaturen von bis zu 35,1 °C

Dies folgt auf ein dramatisches Ende des Frühlings, in dem landesweit Rekorde gebrochen wurden. In den Kew Gardens in London wurde mit 35,1 °C ein neuer britischer Mai-Temperaturrekord gemessen, der einen seit 1944 bestehenden Rekord übertraf, während zum ersten Mal in diesem Jahr gelbe und orangefarbene Hitzewarnungen ausgegeben wurden.
MeteoGroup, die Daten für BBC Weather liefert, hat diese Warnung bestätigt und sagt „erhebliche Hitzewellen“ sowie mehrere bemerkenswerte Temperaturspitzen in ganz Großbritannien und Europa voraus. Für alle drei Sommermonate – Juni, Juli und August – wird erwartet, dass sie überdurchschnittlich warm ausfallen.
Das Met Office stellt fest, dass diese Veränderung Teil eines umfassenderen Trends ist: Heißere Sommer sind mittlerweile doppelt so wahrscheinlich wie im Durchschnitt der Jahre 1991–2020, was die anhaltenden Auswirkungen des Klimawandels widerspiegelt.
Wird das Vereinigte Königreich erneut von einer Dürre heimgesucht?
Während man sich bei den steigenden Temperaturen ziemlich sicher ist, sind die Vorhersagen für Niederschläge weniger eindeutig.
Die MeteoGroup rechnet mit einem überdurchschnittlich trockenen Sommer, insbesondere in England und Wales im Juni und Juli. Im Gegensatz dazu geht das Met Office davon aus, dass die Niederschlagsmengen eher im Durchschnitt liegen könnten – oder insgesamt sogar etwas höher ausfallen könnten.
Aktuelle Trends zeigen deutlich, wie ungleichmäßig die Wetterverhältnisse im Vereinigten Königreich geworden sind. Im Sommer 2025 lag die Gesamtniederschlagsmenge bei 84 % des saisonalen Durchschnitts, doch dahinter verbergen sich starke regionale Unterschiede.
Die nördlichen und westlichen Gebiete waren feuchter als üblich, während in Mittel-, Ost- und Südengland weniger als die Hälfte der erwarteten Niederschlagsmenge fiel.
Dieses Ungleichgewicht führte im vergangenen Jahr in weiten Teilen Englands zu Dürreausrufen und Bewässerungsverboten.
In Großbritannien tauchen bereits Bedenken hinsichtlich der Wasserversorgung auf

Obwohl ein relativ nasser Winter dazu beigetragen hat, die Wasserstände in den Stauseen zu stabilisieren, sind Teile Süd- und Ostenglands mit unsicheren Aussichten in den Sommer gestartet.
Der Frühling 2026 war in einigen Gebieten außergewöhnlich trocken, wobei Grafschaften wie Essex, Suffolk, Cambridgeshire und Dorset nur ein Viertel ihrer üblichen Niederschlagsmenge erhielten. Die Flusspegel in Teilen Englands sinken bereits auf „deutlich“ oder „außergewöhnlich niedrige“ Werte.
Die jüngste Hitzewelle Ende Mai gab einen Vorgeschmack darauf, was noch kommen könnte. Thames Water meldete, dass am Feiertagswochenende eine Milliarde Liter Wasser mehr verbraucht wurden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, während rund 18.000 Haushalte im Südosten aufgrund der steigenden Nachfrage mit Versorgungsunterbrechungen zu kämpfen hatten.
Sollten sich weitere Hitzewellen entwickeln, ist eine ähnliche Belastung der Wasserinfrastruktur wahrscheinlich, was die Möglichkeit erhöht, dass es wieder zu Einschränkungen kommt, wenn die Trockenheit anhält.
Was die Sommerprognosen des Met Office für 2026 wirklich bedeuten
Saisonprognosen wie diese sollen als Orientierungshilfe für die Planung in verschiedenen Bereichen wie Gesundheitswesen, Energie und Wasserwirtschaft dienen. Sie stützen sich eher auf großräumige Klimamuster als auf tägliche Vorhersagen, was bedeutet, dass sie eher einen allgemeinen Überblick bieten als punktgenaue Genauigkeit.
Auch wenn die Gesamtlage auf einen wärmeren Sommer hindeutet, schließt das kühlere Phasen oder Zeiten mit unbeständigem Wetter nicht aus.
Was jedoch immer deutlicher wird, ist die Richtung, in die es geht: Heißere Sommer werden im Vereinigten Königreich immer häufiger, und mit ihnen kommen wachsende Herausforderungen.