Stadtverwaltung Brent in Norden Londons plant die Einführung einer neuen Steuer auf Übernachtungen in Hotels und Kurzzeitvermietungen in der Region einführen.
Damit sollen Verbesserungen rund um das Wembley-Stadion finanziert werden, das im vergangenen Jahr fast drei Millionen Besucher anzog. Große Musikgruppen wie Oasis und Coldplay werden diesen Sommer dort auftreten und noch mehr Besucher anlocken.
Warum eine Touristensteuer in Wembley?
Nach Ansicht der Stadtverwaltung würde die Kurtaxe all diese Besucher in eine neue Möglichkeit verwandeln, Geld zu beschaffen, um die Probleme zu beheben, die durch die vielen Besucher in der Region verursacht werden. Während Veranstaltungen in Wembley bringen zwar viel Geld ein – etwa 4,35 Millionen Pfund für jede nicht-sportliche Veranstaltung. Sie verursachen aber auch Probleme wie Lärm, Verkehr, mehr Müll und Druck auf die örtlichen Dienste.
Wie soll das Geld verwendet werden?
Mary Mitchell von der Stadtverwaltung Brent sagt, dass andere Städte im Vereinigten Königreich und in Europa bereits erfolgreich ähnliche Kurtaxen erheben. Das eingenommene Geld könnte z. B. für die Anpflanzung von mehr Straßenbäumen, die Sauberhaltung der Straßen, eine bessere Abfallentsorgung und die Verbesserung von Parks und Grünanlagen verwendet werden.
Der Stadtrat hat sich bereit erklärt, die Regierung um die Genehmigung zur Einführung dieser Steuer zu bitten. Außerdem wird er den Bürgermeister von London bitten, eine freiwillige Abgabe auf Eintrittskarten für Stadien und Arenen zu unterstützen, um lokale Kulturprojekte zu finanzieren.
Andere Städte mit einer Touristensteuer
Andere Städte haben mit diesen Abgaben bereits Erfolge erzielt: Manchester nahm im ersten Jahr 2,8 Millionen Pfund mit einer Hotelsteuer von 1 Pfund pro Nacht ein, und Edinburgh rechnet mit Einnahmen von rund 50 Millionen Pfund pro Jahr durch eine zusätzliche Abgabe von 5 % auf Übernachtungen.
Wenn Brents Plan aufgeht, könnte er dazu beitragen, dass die Vorteile eines bedeutenden kulturellen Zentrums mit den Einheimischen geteilt werden und gleichzeitig die Nachteile der vielen Besucher bekämpft werden.