Mit einem Trophäenschrank, der aus allen Nähten platzt, ist unsere große, strahlende, brillante Hauptstadt sicherlich kein Fremder für eine Auszeichnung. Eine besonders glänzende Auszeichnung ist jedoch, dass London den ältesten wissenschaftlichen Zoo der Welt beherbergt. Der Londoner Zoo wurde 1928 von der Zoological Society of London eröffnet (mehr dazu in Kürze). Und jetzt, fast zwei Jahrhunderte später, ist der Zoo immer noch in Betrieb und hat gerade seine jährliche Bestandsaufnahme für 2026 abgeschlossen.
Zu Beginn eines jeden Jahres führen die Tierliebhaber des ZSL London Zoo im Rahmen des Lizenzvertrags eine Bestandsaufnahme durch. Jeder einzelne Bewohner des Zoos wird bei der jährlichen Bestandsaufnahme gezählt, und die Informationen werden über eine Datenbank namens ZIMS Species360 mit anderen Zoos auf der ganzen Welt ausgetauscht, um Informationen für Erhaltungszuchtprogramme zu liefern.
Die Bestandsaufnahme 2026 war eine ganz besondere, denn sie fiel mit dem Beginn des 200-jährigen Jubiläumsjahres der ZSL zusammen. Die Zoological Society of London wurde 1926 als wissenschaftlich orientierte Naturschutzorganisation gegründet. Sie setzt sich für den Schutz bedrohter Arten und die Wiederherstellung von Ökosystemen ein und leistet einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis der Tierwelt.

Die jährliche Bestandsaufnahme des Londoner Zoos
Unter den 8.000 Tieren, die im Rahmen der Zählung 2026 gezählt wurden, befanden sich Asiatische Löwen, Seychellen-Tausendfüßler, Korallen, Wasserschweine und Humboldt-Pinguine. Die jüngsten Neuzugänge im Londoner Zoo haben dazu beigetragen, die Zahl einiger gefährdeter Tierarten im Zoo zu erhöhen.
Im Jahr 2025 schlüpften 16 Humboldtpinguine, womit sich die Gesamtzahl des Zoos auf 75 erhöhte. Humboldt-Pinguine werden als „gefährdete“ Art eingestuft, so dass dies ein ziemlich großer Erfolg für den Naturschutz ist. Im vergangenen Jahr wurden außerdem acht Socorro-Tauben (eine vom Aussterben bedrohte Art) aufgenommen. Es soll nur noch 180 Socorro-Tauben auf der Welt geben, so dass das Schlüpfen der acht Taubenküken einen bedeutenden Aufschwung für diese Art bedeutet.
Weitere bemerkenswerte Neuzugänge bei der Bestandsaufnahme 2026 waren acht junge Darwinfrösche (eine evolutionär eigenständige und weltweit gefährdete Art) und ein brandneues Wasserschweinpaar, Kiwi und Gizmo, die offenbar während der Zählung kuschelnd in ihrem Unterschlupf gesehen wurden. Ich weine nicht, du schon…