Der Dezember ist da und läutet den meteorologischen Winter im Vereinigten Königreich ein. Wenn Sie aber lieber bis zur Wintersonnenwende mit den Winterklamotten warten möchten, müssen Sie sich noch ein paar Wochen gedulden.
Dieses Ereignis signalisiert die kürzesten Tageslichtstunden und die dunkelste Nacht der nördlichen Hemisphäre und läutet gleichzeitig den astronomischen Winter ein.
Was sind die Wintersonnenwende und ihre Auswirkungen?
Die Wintersonnenwende findet statt, wenn die Sonne aufgrund der 23,5-Grad-Achsenkippung der Erde direkt über dem Wendekreis des Steinbocks, ihrer südlichsten Position im Jahr, zu verweilen scheint. Dadurch erhält die südliche Hemisphäre ein Maximum an Tageslicht, während die nördliche Hemisphäre nur ein Minimum an Sonnenlicht abbekommt. Die lateinischen Wurzeln – sol (Sonne) und sistere (stillstehen) – beschreiben diesen scheinbaren Stillstand, bevor sich die Sonne nach Norden zum Sommer hin verschiebt.
Wann ist die Wintersonnenwende in diesem Jahr?
Genau genommen handelt es sich um einen einzelnen Augenblick, nicht um einen ganzen Tag, und der fällt für 2025 auf den 21. Dezember um 15:03 Uhr GMT.
Wodurch verschiebt sich das Datum der Sonnenwende?
Das Datum der Sonnenwende variiert von Jahr zu Jahr geringfügig, da die Erdumlaufbahn etwa 365,24 Tage lang ist, so dass sich der Zeitpunkt jährlich um etwa sechs Stunden verschiebt und in Schaltjahren neu festgelegt wird; auch die Form der Erdumlaufbahn und die Achsenverschiebung spielen eine kleinere Rolle. Infolgedessen fällt die Sonnenwende im Dezember auf der Nordhalbkugel in der Regel auf den 21. oder 22.
Tageslicht im Vereinigten Königreich
Die Tageslänge zur Sonnenwende hängt vom Breitengrad ab, wobei die Tage weiter nördlich kürzer sind; in London sind es weniger als acht Stunden, in Nordschottland sogar noch weniger. In Teilen des Polarkreises geht die Sonne um diese Zeit überhaupt nicht auf, so dass es durchgehend dunkel ist.
Ist die Sonnenwende der Beginn des Winters?
Das hängt davon ab, wie wir die Jahreszeiten definieren.
Der meteorologische Winter erstreckt sich vom 1. Dezember bis Ende Februar, um das Klima über gleiche Dreimonatszeiträume zu verfolgen. Der astronomische Winter hingegen beginnt mit der Sonnenwende und dauert bis zur März-Tagundnachtgleiche, was mit den Meilensteinen der Erdumlaufbahn übereinstimmt. Nach dieser Definition markiert die Sonnenwende den Beginn des Winters.