Portmeirion hat etwas Traumhaftes an sich. Der stark von der italienischen Riviera inspirierte Ort ist eine Mischung aus pastellfarbenen Häusern, Ziergärten und italienischer Architektur, eingebettet in die natürliche Landschaft der nordwalisischen Küste. Das Seltsame daran ist, dass es nicht einmal ein richtiges Dorf ist!
Das vom walisischen Architekten Sir Clough Williams-Ellis Anfang des 20. Jahrhunderts entworfene Dorf, in dem niemand dauerhaft wohnt (obwohl man in einem Wohnmobil oder in einem Hotel übernachten kann), lässt sich wohl am besten als „Folly Village“ beschreiben. Es wurde in zwei Phasen erbaut (1926-1939 und 1954-1976) und ist auch heute noch ein surreales Touristenziel.

Vom Rathaus bis zur Bristol-Kolonnade, dem gotischen Pavillon und dem Herkules-Saal ist Portmeirion voll von Loggien, Säulengängen, Kampanilen, Gärten im italienischen Stil und Terrakotta-Dächern auf hell gestrichenen Häusern. In das Dorf selbst wurden auch Teile gefährdeter Gebäude und unerwünschte Artefakte aus der ganzen Welt integriert.
Was gibt es in Portmeirion zu tun?
Portmeirion ist ein ganz und gar ungewöhnliches Dorf. Ein bizarrer Bazar voller Farben. Ein Traum für Instagrammer. Man könnte den ganzen Tag damit verbringen, staunend herumzulaufen und Fotos zu machen, aber rund um die zentrale Piazza gibt es noch viel mehr zu erleben – darunter viele Geschenkeläden, Restaurants und Cafés.

Als ob es nicht noch seltsamer werden könnte, befindet sich rund um das Touristendorf The Gwyllt, ein 70 Hektar großer subtropischer Wald. Er beherbergt einige der größten Bäume Großbritanniens, ein verfallenes Schloss und einen japanischen Garten mit einer Pagode und einem mit Seerosen bewachsenen See. Die Sandstrände der nahe gelegenen Dwyryd-Mündung sind voller versteckter Höhlen.
Warum ist die Stadt so berühmt?
Einige von Ihnen kennen Portmeirion vielleicht schon, ohne es jemals besucht zu haben. Das liegt daran, dass sein exotisches Aussehen bereits mehrfach als Drehort genutzt wurde – von„Doctor Who“ bis zu „Gigglebiz“ von CBeebies. Auch Altered Images und Siouxsie and the Banshees haben Portmeirion als Kulisse in ihren Musikvideos verwendet.
Am bekanntesten ist das Dorf als Schauplatz des TV-Kultklassikers „The Prisoner“ (1967-1968). Es dient als passende Kulisse für das surreale Spionagedrama über einen pensionierten Geheimdienstagenten, der in The Village gefangen ist. Das Round House von Number Six wurde in einen Geschenkeladen umgewandelt, und neben der zentralen Piazza befindet sich ein großes Schachspiel.
Wie komme ich von London aus dorthin?

Lassen Sie uns den Putz abreißen: Portmeirion ist über 200 Meilen von London entfernt. Sie können mit dem Auto über die M1, M6, M54 und A5 nach Portmeirion fahren oder den Zug nach Birmingham New Street und dann nach Minffordd (etwa eine Meile von Portmeirion entfernt) nehmen. In jedem Fall dauert die Fahrt mehr als 5 Stunden, aber es gibt Stellplätze für Wohnmobile, Hotelzimmer und Ferienhäuser für Selbstversorger.
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