TfL testet eine Reihe modernisierter Bushaltestellen an 27 Standorten in der Hauptstadt, um das Warten auf den Bus für Millionen von Menschen, die das Netz täglich nutzen, sicherer, komfortabler und einheitlicher zu gestalten.
TfL stellt neue Wartehäuschen-Designs an diesen Londoner Bushaltestellen vor
TfL führt neue Designs für Wartehäuschen an bestehenden Bushaltestellen an 27 Standorten ein, die aufgrund ihrer Auslastung, des Zustands der aktuellen Wartehäuschen und ihrer Lage in Gebieten mit hoher Kriminalitätsrate ausgewählt wurden.
Der einjährige Testlauf, der Ende Januar begann, erstreckt sich über eine Vielzahl von Stadtbezirken, darunter Barking & Dagenham, Bexley, Camden, Croydon, Hackney, Havering, Hillingdon, Kingston-upon-Thames, Lambeth, Southwark, Wandsworth und die City of Westminster.
Anstatt alles herauszureißen und neu anzufangen, wird TfL einzelne Elemente der Unterstände modernisieren oder ersetzen, um zu testen, was funktioniert, bevor entschieden wird, was in größerem Umfang eingeführt werden soll.
An den Teststandorten werden zwei verschiedene Bushaltestellen-Designs und vier verschiedene Ausstattungskonfigurationen verwendet, damit TfL vergleichen kann, wie die Leute sie nutzen und wie gut sie dem Alltag in London standhalten. Das Ziel ist, ein einheitliches, nachhaltiges Design zu entwickeln, das trotzdem unverkennbar Teil des legendären roten Busnetzes der Hauptstadt ist.
Der Bus-Aktionsplan von TfL – Hauptmerkmale der neuen Bushaltestellen

Passagiere, die die Testhaltestellen nutzen, sollten eine einladendere und praktischere Umgebung vorfinden, mit mehreren Änderungen, die direkt auf Komfort, Sichtbarkeit und Sicherheit abzielen.
- Bessere Beleuchtung: Die Wartehäuschen werden heller beleuchtet, damit sich die Menschen beim Warten sicherer fühlen und die Haltestelle für Busfahrer besser zu sehen ist, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.
- Verbesserte Sitzgelegenheiten: Die neuen Sitze sind bequemer und benutzerfreundlicher, vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, denen die älteren Sitzbänke möglicherweise Schwierigkeiten bereiten.
- Robustere Materialien: Die Wartehäuschen bestehen aus widerstandsfähigeren Materialien, die weniger anfällig für Vandalismus und einfacher zu pflegen und zu reinigen sind.
- Modernisiertes Dachdesign: Ein reflektierendes rotes Vinyldach stärkt die visuelle Verbindung zu den roten Bussen Londons und hilft, die Wartehäuschen auch aus der Ferne und bei schlechten Lichtverhältnissen besser zu erkennen.
- Vorrangige Plätze: Es wird klar gekennzeichnete Vorrangsitze und spezielle Wartebereiche geben, die durch Beschilderung und Moquette darauf hinweisen, dass sie für diejenigen gedacht sind, die sie am dringendsten benötigen.
- Videoüberwachung an ausgewählten Haltestellen: An 10 der Teststandorte werden Kameras installiert, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und um zu sehen, wie die Videoüberwachung in den Wartehäuschen die polizeilichen Ermittlungen unterstützt und die Kriminalitätsrate beeinflusst.
Zusammen sollen diese Änderungen den Busnutzern einen einheitlicheren, moderneren und sichereren Ort zum Warten bieten, vor allem in Gegenden, wo ältere Wartehäuschen abgenutzt sind oder eine unterschiedliche Qualität aufweisen.
Barrierefreiheit und Sicherheit stehen im Vordergrund des Bus-Aktionsplans von TfL

Der Bus-Aktionsplan von TfL hat das klare Ziel, Busfahrten attraktiver und inklusiver zu machen, und diese Wartehäuschen-Versuche sind ein konkreter Teil davon. Jeden Tag werden mehr als fünf Millionen Fahrten mit dem Londoner Busnetz gemacht, und Bushaltestellen und Wartehäuschen sind die meistgenutzten Wartepunkte aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt, sodass ihre Verbesserung ein großes Potenzial hat.
Bei der Gestaltung der neuen Designs hat TfL eng mit Fokusgruppen für Menschen mit Behinderung, dem RNIB, dem Suzy Lamplugh Trust und London TravelWatch zusammengearbeitet. Diese Gruppen haben Feedback zu allen Aspekten gegeben, von den Sitzen und der Anordnung bis hin zu den Sichtlinien und dem Gefühl der persönlichen Sicherheit. TfL betont, dass die Einbeziehung dieser Perspektiven unerlässlich ist, um den Bedürfnissen aller Busnutzer gerecht zu werden.
Während der 12-monatigen Testphase werden Rückmeldungen von Fahrgästen gesammelt und genutzt, um das endgültige Standarddesign für Londons Bushaltestellen zu optimieren.
Sicherheit war auch ein wichtiges Thema bei den jüngsten Arbeiten von TfL an Bushaltestellen. Im Jahr 2024 wurden in einem separaten Test in Zusammenarbeit mit der Metropolitan Police in 20 Bushaltestellen in ganz London Überwachungskameras installiert, um insbesondere Frauen und Mädchen mehr Sicherheit beim Reisen zu geben.
Erste Umfrageergebnisse von rund 1.000 Frauen zeigten, dass 80 Prozent angaben, sich durch die Videoüberwachung sicherer zu fühlen, und 73 Prozent sagten, dass sie dadurch eher den Bus nutzen würden. Diese Ergebnisse fließen in den aktuellen Test ein.
20 neue „Landmark London”-Bushaltestellen werden an Bushaltestellen installiert
Neben der Erprobung neuer Designs erhöht TfL auch die Anzahl der Haltestellen, die überhaupt über eine Wartehalle verfügen. Rund 20 neue „Landmark London”-Wartehallen werden an einigen der verkehrsreichsten Stellen des Netzes installiert, von denen viele zuvor keine Überdachung hatten. Weitere 11 renovierte Wartehallen werden an anderen ungeschützten Standorten neu aufgestellt, um die Wartebedingungen für Fahrgäste zu verbessern, die bisher im Freien stehen mussten.
TfL wartet die meisten der rund 14.000 Bushaltestellen in London. Spezielle Teams arbeiten rund um die Uhr daran, sie sauber zu halten, Schäden zu reparieren, Graffiti zu entfernen und sicherzustellen, dass die Kundeninformationen korrekt sind. Der Test bietet nicht nur die Möglichkeit, einzelne Haltestellen zu modernisieren, sondern auch Designs zu testen, die langfristig nachhaltiger und wirtschaftlicher zu warten sind.
Wenn die Tests erfolgreich sind, könnten Elemente der neuen Bushaltestellen-Designs in den kommenden Jahren in vielen weiteren Teilen der Hauptstadt zu einem vertrauten Anblick werden und die einfache Bushaltestelle zu einem integralen und durchdachten Bestandteil des Londoner Verkehrserlebnisses machen.