Wenn Weihnachten näher rückt, könnte nichts die Festtagspläne schneller durchkreuzen als eine brutale Grippe, die mit voller Wucht zuschlägt. In diesem Winter ist das Risiko, nicht an einer gewöhnlichen Grippe, sondern an einer sich schnell ausbreitenden „Supergrippe“ zu erkranken, größer denn je. Die Chancen stehen gut, dass jemand, der Ihnen nahe steht, bereits daran gelitten hat.
Die K-Grippe, auch „Supergrippe“ genannt , ist ein sich in diesem Winter im Vereinigten Königreich schnell ausbreitender Stamm der saisonalen Grippe, der für diese Jahreszeit eine Rekordzahl von Krankenhausaufenthalten verursacht. Sie ist zwar nicht per se gefährlicher als die normale Grippe, aber ihre rasche Ausbreitung bedeutet, dass mehr gefährdete Menschen ernsthaft erkranken, was die Belastung der Krankenhäuser erhöht.
Was ist die Supergrippe/K-Grippe?
Die K-Grippe bezieht sich auf die H3N2-Subklade K, eine mutierte Form der Influenza A, die schon seit Jahrzehnten beim Menschen zirkuliert, aber die diesjährige Grippesaison dominiert. Experten bezeichnen sie als „abgedriftete“ Version des gewöhnlichen H3N2, d. h. sie hat kleine genetische Veränderungen erfahren, die es ihr erleichtern, sich zu verbreiten und die bestehende Immunität teilweise zu umgehen.
Obwohl der Spitzname „Supergrippe“ neu klingt, ist dieser Stamm Teil der normalen saisonalen Grippeentwicklung und kein völlig neues Virus. Besorgniserregend ist die Kombination aus hoher Übertragungsrate, geringer Immunität der Bevölkerung und der Jahreszeit, in der der NHS bereits unter Winterdruck steht.
Wie schnell breitet sich das Virus aus?
Aus den Daten des NHS England geht hervor, dass die Zahl der Grippe-Krankenhausaufenthalte innerhalb einer einzigen Woche um mehr als die Hälfte gestiegen ist. Im Durchschnitt werden pro Tag etwa 2.660 Menschen mit Grippe ins Krankenhaus eingeliefert – so viele wie noch nie zu diesem Zeitpunkt des Jahres. Aus den Überwachungsberichten geht auch hervor, dass die Zahl der Einweisungen steigt und mehr Patienten intensivmedizinisch versorgt werden müssen, ohne dass ein eindeutiger Höhepunkt in Sicht ist.
Nach Ansicht der Gesundheitsbehörden ist ein Grund für die rasche Ausbreitung der K-Grippe, dass die Menschen in den letzten Jahren nicht mehr so häufig mit dieser speziellen Subklade in Berührung gekommen sind, so dass die Immunität insgesamt geringer ist. Bei der typischen saisonalen Grippe überträgt sich das Virus bereits von 100 Infizierten auf etwa 120 andere, und ein abdriftender, schlecht angepasster Stamm kann diese Zahl noch weiter in die Höhe treiben.
Symptome der K-Grippe
Klinisch sieht die K-Grippe der normalen Grippe sehr ähnlich, und in den NHS-Leitlinien wird eine Reihe bekannter Symptome aufgeführt. Diese können plötzlich auftreten und folgende Symptome umfassen.
- hohes Fieber
- Schmerzende Muskeln und Gelenke
- Ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung
- Trockener Husten und Halsschmerzen
- Kopfschmerzen und Schlafstörungen
- Appetitlosigkeit
- Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen
Die Ärzte betonen, dass jeder, der sich sehr unwohl, atemlos, verwirrt oder unfähig fühlt, zu Hause zurechtzukommen, umgehend einen Arzt aufsuchen sollte, da sich die Symptome mit anderen Winterkrankheiten und Covid überschneiden.
Sollten Sie sich gegen Grippe impfen lassen?
Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) fordert alle Anspruchsberechtigten nachdrücklich auf, sich so bald wie möglich gegen Grippe impfen zu lassen, und betont, dass eine Impfung nach wie vor der beste Schutz vor schweren Erkrankungen und Krankenhausaufenthalten ist.
Aktuelle Daten aus dem Vereinigten Königreich deuten darauf hin, dass der diesjährige Grippeimpfstoff einen beträchtlichen Schutz bietet und das Risiko einer Krankenhausbehandlung selbst gegen die K-Subklade deutlich verringert.
Die Grippe- und Covid-Impfstoffe werden in Apotheken, Hausarztpraxen und nationalen Buchungssystemen angeboten, wobei die Programme für Hochrisikogruppen bis zum Winter 2025-26 geplant sind.
Da es einige Wochen dauert, bis sich die Immunität aufbaut, raten die Verantwortlichen im Gesundheitswesen dringend dazu, mit der Impfung nicht bis kurz vor Weihnachten oder der Grippehochsaison zu warten.
Sicher bleiben in diesem Winter
Neben der Impfung empfehlen Experten einfache Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung: zu Hause bleiben, wenn man sich unwohl fühlt, die Belüftung durch Öffnen der Fenster verbessern und gute Hand- und Atemwegshygiene praktizieren. Das Abdecken von Husten und Niesen (z. B. in den angewinkelten Ellbogen), das Reinigen häufig berührter Oberflächen und das Vermeiden von engem Kontakt mit gefährdeten Personen, wenn Symptome auftreten, können zum Schutz anderer beitragen.
Menschen mit erhöhtem Risiko – wie ältere Erwachsene, Schwangere, Menschen mit Langzeiterkrankungen oder geschwächtem Immunsystem – sollten besonders vorsichtig sein und sicherstellen, dass sie alle empfohlenen Winterimpfungen aufgefrischt haben. Wenn sich die Symptome rasch verschlimmern oder nach einigen Tagen keine Besserung eintritt, wird empfohlen, den NHS um Rat zu fragen.
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