London bekommt dieses Wochenende eine brandneue kulturelle Attraktion, und die dürfte genau dein Ding sein, wenn du Illustration, Kunst und ein bisschen literarische Nostalgie liebst.
Hast du schon mal ein Buch von Roald Dahl in die Hand genommen und dich gefragt, wer ihm diesen wunderbar chaotischen Charme verliehen hat? Die Antwort lautet: Sir Quentin Blake, einer der beliebtesten und produktivsten Illustratoren Großbritanniens.
Mit ein paar lockeren, lebhaften Strichen und einem Spritzer tintenbespritzter Schelmerei erweckte er Dahls Welten zum Leben – von Matildas strahlenden Augen über das schlaksige Grinsen des BFG bis hin zu Willy Wonkas unvergesslicher Schärfe.
Die weltweit größte permanente Kunstgalerie für Illustrationen kommt nach London

Das Quentin Blake Centre for Illustration eröffnet diesen Freitag, den 5. Juni 2026, in Clerkenwell und beschert Großbritannien damit seine erste permanente Heimat, die der Illustration gewidmet ist – und, beeindruckenderweise, die weltweit größte Galerie ihrer Art.
Das neue Zentrum, untergebracht in einem ehemaligen Wasserwerk, ist viel mehr als nur eine Galerie. Besucher erwartet drei Ausstellungsräume, eine Bibliothek, Lernräume, öffentliche Gärten, ein Café und ein Shop – allesamt darauf ausgelegt, Illustration in jeder Form zu feiern.
Mit anderen Worten: Sie ist nicht nur für Fans von Kinderbüchern gedacht, obwohl es hier jede Menge für alle gibt, die mit Quentin Blakes unverkennbaren Kritzeleien aufgewachsen sind.
Eine Hommage an Sir Quentin Blake und sein ikonisches Werk

Die Eröffnungsausstellung „Murugiah: Ever Feel Like…“ legt einen kühnen, farbenfrohen Start hin. Murugiahs Werk verbindet Sci-Fi, Anime, Pop-Punk und psychedelische Energie, was für eine wirklich auffällige erste Ausstellung sorgen dürfte. Es ist auch ein passender Auftakt, da das Zentrum jahrzehntelang in Planung war und bereits 2002 von Quentin Blake selbst erdacht wurde.
Das Beste daran: Die Eröffnung fällt genau rechtzeitig auf ein Wochenende, was den Londonern einen neuen Grund gibt, nach Clerkenwell zu fahren.
Lindsey Glen, die Direktorin der Galerie, brachte ihre Begeisterung zum Ausdruck: „Jetzt wird es einen Ort geben, an dem jeder diese wichtige, aber oft übersehene Kunstform erkunden kann, voller fantasievoller Ausstellungen, Installationen, Bücher, Spiel und Basteln.“