Um einigen der weniger grünen Gegenden Londons ein bisschen mehr Artenvielfalt zu verleihen, ist derzeit ein ziemlich beeindruckender, 14 Meilen langer „Naturkorridor“ in Planung. Unter der Leitung der Naturschutzorganisation Wild Cities soll das Projekt vier Londoner Stadtbezirke durch diese grüne Achse verwandeln, die sich vom Lee Valley Regional Park bis zur Themse erstrecken soll – durch Stadtteile wie Tower Hamlets, Hackney, Haringey und Newham.
Wild Cities will für dieses Vorhaben „ungewöhnliche Verbündete zusammenbringen“ und nutzt sektorübergreifende Partnerschaften, um den grünen Korridor zu verwirklichen. In Zusammenarbeit mit Ökologen, lokalen Behörden, Anwohnern, Partnern aus der Zivilgesellschaft und kulturellen Einrichtungen will Wild Cities isolierte Naturgebiete (darunter Gemeinschaftsgärten, Kanäle, Parks, Fußballplätze und Straßen) miteinander verbinden, um „Wege zu schaffen, auf denen sich Bestäuber bewegen können und Ökosysteme sich erholen können“.
Das ehrgeizige Projekt unterstützt die Umsetzung der kürzlich vorgestellten „Local Nature Recovery Strategy“, die genau die Gebiete in London identifiziert hat, die bei der Renaturierung und Wiederherstellung der Natur Vorrang haben sollten. Die Stadtbezirke im Osten Londons, durch die der geplante Naturkorridor verlaufen würde, gehören zu den naturärmsten Vierteln der Hauptstadt.
Untersuchungen zeigen zudem, dass die Schaffung grüner Infrastruktur in städtischen Räumen dazu beitragen kann, Ernährungssysteme zu unterstützen und die Artenvielfalt wiederherzustellen. Der Naturkorridor soll zudem die Temperatur in bestimmten Gebieten senken. London ist etwa 1–1,5 °C wärmer als die umliegenden Regionen, und laut einer aktuellen Bewertung der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services können grüne Korridore Städte um bis zu 7 °C kühlen.
Mehr über die Pläne von Wild Cities und wie du dich an dem Projekt beteiligen kannst, erfährst du hier.