Wenn du schon mal den Boden in deinem örtlichen Park angesehen und dich gefragt hast, wie er wohl schmeckt, haben wir genau das richtige Museum für dich gefunden. Kein Geringerer als das Museum of Edible Earth kommt diesen März nach London und lässt sich für einen Monat im Somerset House nieder, um dort Dreck zu knabbern. Und ja, dieses Museum ist interaktiv – du kannst und darfst die essbare Erde, die dem Museum seinen Namen gibt, probieren. (Aber das machst du auf eigene Gefahr…)
Das Museum of Edible Earth wurde von Dr. Masharu, einem Erdesser und Erdliebhaber, gegründet und beschäftigt sich mit „Geophagie” – dem Verzehr von Erde aus gesundheitlichen, traditionellen oder kulinarischen Gründen. Besucher können die Geschichte des Erdverzehrs erkunden und sogar selbst probieren (nur wenn sie wollen!), während das Museum vom 18. März bis zum 26. April geöffnet ist.
Das Museum für essbare Erde
Dies ist die erste Ausstellung des Museums für essbare Erde in Großbritannien. Es wurde ursprünglich 2017 in Amsterdam gegründet und ist seitdem um die Welt gereist. Seine beeindruckende Sammlung von über 600 essbaren Proben, darunter Lehm, Kreide und Vulkangestein, wurde bereits in über 44 Ländern ausgestellt.
Als ich sagte, dass man einige der Proben des Museums essen kann, meinte ich das zu 100 % ernst. Tatsächlich laden sie dich ausdrücklich dazu ein, sie zu probieren. „Im Zentrum der Ausstellung steht ein gemeinschaftlicher Verkostungstisch, an dem während der gesamten Dauer der Ausstellung geführte Verkostungen stattfinden.“ Jede Probe wird von Verkostungsnotizen und der Kulturgeschichte des Verzehrs dieser Probe begleitet. Die Gäste sind auch eingeladen, ihre eigenen Verkostungsnotizen und Eindrücke zu hinterlassen.

Es ist erwähnenswert, dass „der Verzehr von Erde von Gesundheitsexperten nicht empfohlen wird. Die Verkostung von Erde erfolgt auf eigenes Risiko der Teilnehmer.“
Aber trotzdem: Wie wäre es mit diesem einzigartigen kulinarischen Erlebnis?
Eine umweltbewusste Ausstellung
Das Museum of Edible Earth ist viel mehr als nur eine Kuriosität. Es versucht auch, die Art und Weise zu verändern, wie Museen ihre Ausstellungen gestalten. Mit der Gestaltung dieser Ausstellung ist das Somerset House die erste Kunstorganisation, die die Konstruktionen einer früheren Ausstellung kompostiert und für eine neue Ausstellung wiederverwendet hat.
Dazu hat das Somerset House die Hanfbetonblöcke, aus denen die Wände der Ausstellung „2025 SOIL“ bestanden, mit Kaffeesatz aus den hauseigenen Cafés gemischt, um Kompost herzustellen. Dieser Kompost wurde dann zur Herstellung von Tinte verwendet, mit der der Titel der Ausstellung im Ausstellungsraum im Siebdruckverfahren aufgedruckt wurde.
Okay, aber was bedeutet das alles? Einfach gesagt ist es das ultimative Beispiel für Recycling und Nachhaltigkeit. Das Somerset House hat die Materialien einer früheren Ausstellung wiederverwendet, um eine neue Ausstellung zu gestalten. Das ist das Ergebnis einer beeindruckenden Zusammenarbeit zwischen dem Museum, masharu, The Land Gardeners (Co-Kuratoren von SOIL) und der Jealous Gallery.

masharu sagt:
„Das Somerset House ist der perfekte Ort für das Museum of Edible Earth, da es sich schon lange mit dem Thema Boden beschäftigt und sich für Nachhaltigkeit einsetzt. Ich hoffe, dass das britische Publikum offen für das Probieren von Erde ist und diese Erfahrung genauso kulturell faszinierend findet wie der Rest der Welt.“
🎟️ Der Eintritt ins Museum ist auf Pay-what-you-can- Basis, damit es für alle zugänglich bleibt.
📍 Das Museum of Edible Earth, Somerset House, Strand, WC2R 1LA. Die nächste Station ist Temple.
Mehr über das Museum of Edible Earth und seine Sammlung kannst du hier online erfahren.