Am Regent’s Canal vor Anker liegend, ist „Hope & Desperation“ die erste und einzige vollständig CO2-negative schwimmende Kunstgalerie der Stadt.
Der Londoner Künstler Sam Smith konnte keinen passenden traditionellen Ausstellungsort für seine Kunstwerke finden, also baute er sich seinen eigenen direkt auf dem Wasser.
Die Konstruktion besteht vollständig aus wiederverwerteten Materialien: Als Basis dient ein alter Gartenschuppen, und für die Wände wurden ausrangierte, mit Graffiti besprühte MDF-Platten verwendet.
Sam, der in den letzten vier Jahren an verschiedenen Orten eigenständige Ausstellungen veranstaltet hat, wollte einen direkteren Weg finden, seine Kunst der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Idee entstand nach einem Gespräch mit einem örtlichen Bootsbesitzer. Sam erkannte, dass das langsame, entspannte Tempo auf dem Kanal-Treidelpfad Spaziergänger ganz natürlich in eine stöbernde Stimmung versetzt.
Kunst von Bug bis Heck
In dem maßgeschneiderten Raum wird kein einziger Quadratzentimeter verschwendet. Die schwimmende Galerie beherbergt Sams laufende Projekte, darunter seine aktuelle Ausstellung mit 100 Pferden, die er im Laufe von 100 aufeinanderfolgenden Tagen gemalt hat.
Die Sammlung reicht von großen, original gerahmten Werken – einige kosten etwa 200 £ – bis hin zu erschwinglichen Artikeln wie Postkarten für 2,50 £ und Drucken aus seinen früheren Ausstellungen.
Für Sam ist die Galerie nicht nur ein Ausstellungsort, sondern eine Erweiterung seiner kreativen Arbeit. Er entwarf das Boot so, dass es physisch mit der Kunst selbst verschmilzt, und integrierte die Holzrahmen des Bootes sowie wiederverwertete Elemente in die Ausstellungsstücke, um eine Atmosphäre voller Fantasie und Fröhlichkeit zu schaffen.
„Hope & Desperation“ liegt derzeit neben Londons bekannter schwimmender Buchhandlung „Word on the Water“ vor Anker. Die Galerie ist während der Sommersaison sieben Tage die Woche für die Öffentlichkeit zugänglich.