Hier ist eine lustige Anekdote, mit der du bei deinem nächsten Familientreffen oder beim Feierabendbier mit deinen Kollegen punkten kannst: London hätte beinahe seinen eigenen Eiffelturm bekommen. Leider wurde der Plan nie verwirklicht, obwohl die Bauarbeiten bereits begonnen hatten. Stattdessen ist der Watkins Tower, wie er wohl geheißen hätte, inzwischen in Vergessenheit geraten.
Keine Lust zu lesen? Unser Tom hat ein praktisches kleines Video gedreht, um alles zu erklären:
Die Idee für den Turm entstand, nachdem Sir Edward Watkin, ein britischer Abgeordneter und Eisenbahnunternehmer, in Paris Urlaub gemacht hatte. Er sah den mittlerweile berühmt-berüchtigten Eiffelturm der Stadt, der gerade fertiggestellt worden war, und beschloss, dass London einen eigenen brauchte. Aber natürlich musste dieser noch größer und beeindruckender sein als der französische Turm.
Der Watkins Tower
Der Turm war als Antwort auf den Pariser Eiffelturm gedacht und sollte sogar noch höher sein als das französische Wahrzeichen. Er war Teil eines Plans, mehr Menschen nach Wembley Park zu locken, um die Gegend zu einer größeren Touristenattraktion zu machen.
Als „Great Tower of London“ vermarktet, hätte das Bauwerk eine Höhe von satten 358 Metern (oder 1.175 Fuß) erreicht, wenn es gebaut worden wäre. Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist 330 Meter hoch. Und das ist höher als früher – vor dem Anbringen der Antennen maß er 312 Meter. Und Londons Shard ist gerade mal 310 Meter hoch. Wenn das Gebäude also jemals wirklich gebaut worden wäre, wäre es ein ziemlich beeindruckender Anblick gewesen.

Leider stieß das Bauvorhaben auf alle möglichen Probleme. Die Arbeiten verzögerten sich und gerieten in Verzug, das Fundament erwies sich als instabil, das Geld ging aus, und der Bau wurde schließlich eingestellt. Der unfertige Turm wurde anschließend abgerissen.
Also, wo steht er jetzt? Nun, an der Stelle, an der der Watkins Tower hätte stehen sollen, befindet sich heute das Wembley-Stadion. Der Standort hat also letztendlich doch seinen Zweck erfüllt, indem er Tourismus und Besucher in die Gegend lockte! Nur eben in einer etwas anderen Form…