Der Londoner Bürgermeister Sir Sadiq Khan hat eine weltweite Kampagne im Wert von 7 Millionen Pfund angekündigt, die darauf abzielt, dem entgegenzuwirken, was er als eine Flut von Online-„Lügen und Hass“ gegen die Hauptstadt bezeichnet, da die Sorge über die Auswirkungen von Desinformation auf den Tourismus und den Ruf der Stadt wächst.
Die vom Rathaus finanzierte Initiative, die im September starten soll, richtet sich an Zielgruppen in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Asien. Im Mittelpunkt stehen die Förderung des kulturellen Erbes Londons, der Kreativwirtschaft und des Status der Stadt als globaler Knotenpunkt für Innovation und Handel.
Der Londoner Bürgermeister Sir Sadiq Khan hat eine weltweite Kampagne im Wert von 7 Millionen Pfund angekündigt, die darauf abzielt, Falschinformationen über London entgegenzuwirken
Der Schritt folgt auf einen Bericht der Greater London Authority (GLA), der einen starken Anstieg irreführender Online-Inhalte über die Stadt aufzeigte.
Den Ergebnissen zufolge haben Social-Media-Beiträge, die London als gefährlich oder im Niedergang befindlich darstellen, in den letzten zwei Jahren um fast 200 % zugenommen.
Die Zahl der migrationsbezogenen Beiträge, die sich auf die Hauptstadt beziehen, ist noch weiter gestiegen – um mehr als 350 %.
Sir Sadiq beschrieb diesen Trend als koordinierte und gewinnbringende Bemühung, Londons globales Ansehen zu schädigen. Er sagte, Desinformation sei zu einer „wirklich globalen Plage“ geworden, angetrieben von Inhalten, die darauf abzielen, Ängste auszunutzen und Interaktion zu generieren.
Social-Media-Beiträge, die London als gefährlich oder im Niedergang befindlich darstellen, haben um fast 200 % zugenommen
„Wir sehen uns einem unerbittlichen und beispiellosen Ansturm von Lügen und Hass ausgesetzt, der von denen ausgeht, die das Ansehen unserer Hauptstadt und unsere enorm wichtige Tourismusbranche schädigen wollen“, sagte er. „Deshalb müssen wir weltweit zurückschlagen.“
Aktuelle Beispiele verdeutlichen das Ausmaß des Problems. Anfang dieses Jahres verbreiteten sich auf Plattformen wie TikTok viral KI-generierte Videos, die fälschlicherweise einen sogenannten „vom Steuerzahler finanzierten Wasserpark“ in Croydon zeigten, was zu einer allgemeinen Darstellung des städtischen Niedergangs beitrug.
Andere irreführende Inhalte haben Ereignisse übertrieben dargestellt, darunter überhöhte Schätzungen der Teilnehmerzahlen bei politischen Kundgebungen unter Verwendung manipulierter Bilder.
Der GLA-Bericht stellte außerdem fest, dass Desinformationskampagnen zunehmend auf ein internationales Publikum abzielen.
In einigen Fällen haben Tausende von Beiträgen in Sprachen wie Japanisch London als gesetzlos oder unter extremer politischer und religiöser Kontrolle dargestellt.
Trotz der Kritik hält das Rathaus daran fest, dass der Schutz des weltweiten Rufs Londons von entscheidender Bedeutung ist, insbesondere da die Stadt weiterhin stark vom internationalen Tourismus und von Investitionen abhängig ist.