An diesem Wochenende erwartet Himmelsbeobachter in ganz Großbritannien und darüber hinaus ein kosmisches Spektakel, denn der Geminiden-Meteoritenschauer – eines der hellsten Ereignisse im Himmelskalender – erreicht seinen jährlichen Höhepunkt.
Wenn das Wetter mitspielt, könnten die Bedingungen nahezu perfekt sein, um ein atemberaubendes Lichtspektakel über dem Himmel zu erleben, sagen Experten.
Die Geminiden sind auf der ganzen Welt zu sehen, am besten jedoch auf der Nordhalbkugel. Sie sind dafür bekannt, dass sie während ihres Höhepunkts bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde produzieren.
Dr. Robert Massey von der Royal Astronomical Society bezeichnet sie als „so ziemlich den stärksten Meteoritenschauer des Jahres“ und als Erinnerung daran, dass einige der schönsten Naturschauspiele völlig kostenlos sind.
Was macht den Geminiden-Meteoritenschauer so besonders?
Im Gegensatz zu den meisten Meteoritenschauern, die von eisigen Kometen ausgehen, stammen die Geminiden von dem felsigen Asteroiden 3200 Phaethon – einer seltenen Art von Mutterkörper. Wenn die Erde seine staubige Spur durchquert, treffen winzige Partikel auf die Atmosphäre und verglühen in brillanten Lichtstreifen.
Verschiedene Materialien in diesen Meteoren erzeugen lebhafte Farben: Natrium leuchtet orange-gelb, Magnesium brennt hell blau-grün und Kalzium gibt einen violetten Farbton ab, ähnlich wie die Funken in einem Feuerwerk.
Die Wissenschaftler sind immer noch dabei, den Ursprung der Geminiden zu erforschen. Die NASA hat vor kurzem enthüllt, dass der Schweif von Phaethon nicht aus Staub, sondern aus glühendem Natriumgas besteht, was die Forscher neugierig darauf macht, wie die für den jährlichen Schauer verantwortlichen Trümmer entstanden sind.
Wie bekommt man den besten Blick auf den Geminiden-Meteoritenschauer?

Die Geminiden lassen sich am besten mit dem bloßen Auge beobachten – eine Ausrüstung ist nicht erforderlich. Die Meteore scheinen vom Sternbild Zwillinge auszustrahlen, aber wenn man sich etwas von diesem Punkt entfernt, erhält man ein größeres Sichtfeld.
So machen Sie das Beste aus Ihrem Erlebnis:
- Suchen Sie sich einen dunklen, offenen Platz abseits der Lichter der Stadt.
- Ziehen Sie sich warm an und bringen Sie einen Liegestuhl oder eine Decke mit.
- Geben Sie Ihren Augen mindestens 15 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
- Seien Sie geduldig, Meteoritenschauer kommen oft in Schüben.
Wird das Wetter im Vereinigten Königreich mitspielen?
Der Geminiden-Meteorschauer wird am Sonntag, dem 14. Dezember, seinen Höhepunkt erreichen, aber die Wettervorhersage für Großbritannien ist durchwachsen. In weiten Teilen des Landes wird mit Wind und Wolken gerechnet, und im Laufe des Wochenendes ist mit Regenschauern zu rechnen.
Im Vereinigten Königreich wird die abnehmende Mondsichel erst nach Mitternacht aufgehen und mehrere Stunden lang einen dunklen Himmel bieten – ideal für Sternbeobachtungen.
Es kann jedoch zu kurzen Aufhellungen kommen, insbesondere in Nordschottland, auf den nördlichen Inseln, in East Anglia und im Südosten Englands.
Sterngucker sollten ein Auge auf die Met Office’s UK Cloud Cover Map im Auge behalten, bevor sie sich auf den Weg machen.