Es ist sicher nicht ungewöhnlich, dass ich hier über Verkehrsmittel rede. Aber während ich normalerweise über Londons zuverlässiges Netz aus U-Bahnen, Zügen, Bussen und Fahrrädern schwärme, gehe ich heute mal über die Stränge. Denn ich habe gute Nachrichten zum Thema Fähren.
Ein Fährdienst, der früher Passagiere zwischen Newcastle und der norwegischen Stadt Bergen beförderte, könnte bald wieder aufgenommen werden. Über 140 Jahre lang konnten Passagiere in Newcastle an Bord eines Schiffes gehen und sich gemütlich über die Nordsee direkt nach Bergen befördern lassen. Die Route wurde 2008 von ihrem Betreiber (DFDS) wegen steigender Ölkosten eingestellt. Aber der Stadtrat von Newcastle hat kürzlich bekannt gegeben, dass er Möglichkeiten prüft, die Route wieder in Betrieb zu nehmen.
Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und wird oft als „Tor zu den Fjorden” bezeichnet. Sie ist ein super Startpunkt, um die atemberaubenden norwegischen Fjorde zu erkunden, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Newcastle und Bergen haben eine lange Beziehung, die bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreicht, und die beiden Städte sind seit fast 60 Jahren Partnerstädte.

Die mögliche Wiederaufnahme dieser beliebten Route wurde von Karen Kilgour, der Vorsitzenden des Stadtrats von Newcastle, vorgeschlagen. Im Januar sagte Kilgour: „Wir würden uns auch sehr über die Rückkehr der Fähre freuen, die 2008 ihren Betrieb eingestellt hat. Wir wissen, dass viele Menschen in beiden Städten schöne Erinnerungen an die Seereise nach Newcastle und Bergen haben.”
Die Reise mit dem Schiff dauert zwar deutlich länger als der Flug, aber die Fähre ist umweltfreundlicher und natürlich ideal für alle, die nicht so gerne fliegen. In der Vergangenheit gab es schon Versuche, die Route wiederzubeleben, aber bisher ohne Erfolg.
Karen Kilgour sagte: „Auch wenn die Betreiber die Route derzeit als wirtschaftlich nicht rentabel ansehen, werden wir weiterhin mit unseren Partnern und Freunden in Bergen zusammenarbeiten, um alle Möglichkeiten zu prüfen, sie wieder einzuführen.“