Die Portobello Road soll für 4,4 Millionen Pfund renoviert werden, um die weltberühmte Straße in Notting Hill zu modernisieren und gleichzeitig die Sicherheits- und Überschwemmungsprobleme anzugehen, die das Gebiet in den letzten Jahren geplagt haben.
Die Kosten in Höhe von 4,4 Millionen Pfund werden durch die Community Infrastructure Levy finanziert, eine Abgabe, die von Immobilienentwicklern erhoben wird, um lokale Projekte zu unterstützen.
Der Gemeinderat hat betont, dass keine Gelder aus anderen wichtigen Bereichen abgezogen werden, um das Projekt zu finanzieren, und positioniert die Neugestaltung als eine Investition, die durch Entwicklungsgewinne im Bezirk und nicht durch Kürzungen in anderen Bereichen finanziert wird.
Was für die Portobello Road geplant ist

Die Stadträte von Kensington und Chelsea haben ein Paket von Maßnahmen beschlossen, das Folgendes vorsieht:
- Breitere Granitgehwege, damit man sich auf der Straße besser zurechtfindet, vor allem an geschäftigen Markttagen.
- Neue Beleuchtung und mehr Grün entlang der Straße.
- Mehr abgesenkte Bordsteine, damit Rollstuhlfahrer und Kinderwagen besser durchkommen.
- Mehr Parkplätze, die in das neu gestaltete Straßenbild integriert sind.
- Die aktuellen Betonbarrieren zur Terrorismusbekämpfung werden entfernt und durch versenkbare Poller ersetzt, die weniger auffällig sind und trotzdem die Sicherheitsrichtlinien erfüllen.
Die Arbeiten sollen im Januar 2027 beginnen, sodass Händler und Anwohner genügend Zeit haben, sich auf die Beeinträchtigungen vorzubereiten.
Bekämpfung von Überschwemmungen in der Portobello Road mit neuer Technologie
Neben den optischen Veränderungen sehen die Pläne auch einen neuen Ansatz für den Umgang mit Hochwasserrisiken vor, nachdem es 2021 zu schweren Überschwemmungen gekommen war, die Häuser und Geschäfte rund um die Portobello Road beschädigt hatten.
Der Stadtrat will ein System namens Hydrorock einsetzen, das mit unterirdischen Baumgruben und saugfähigen Materialien das Regenwasser zurückhält und seinen Abfluss in die Kanalisation verlangsamt. Zuerst werden Testlöcher gegraben, um zu sehen, wie gut das System unter den örtlichen Bodenbedingungen funktioniert.
Johnny Thalassites, der für Umwelt und Planung zuständige Stadtrat, sagte, dass nach den Überschwemmungen von 2021 mehr Grünflächen und eine bessere Entwässerung „unbedingt notwendig” seien und dass das neue Baumgruben-System eine Wiederholung dieser Schäden verhindern solle.
Konsultation, Phasen und Beeinträchtigungen
Ende letzten Jahres fand eine sechswöchige öffentliche Konsultation zur ersten Phase des Projekts statt, bei der 246 Antworten von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Besuchern eingingen.
Phase eins konzentriert sich auf die Verbesserung des Abschnitts der Portobello Road zwischen Chepstow Villas und Westbourne Grove, einschließlich zweier Kreuzungen und der Kreuzung mit Denbigh Terrace. In Phase zwei werden die Änderungen zwischen Westbourne Grove und Elgin Crescent untersucht.
Thalassites hat versprochen, dass der Stadtrat „alles tun wird, um Störungen zu mildern und zu minimieren”, sobald die Bauarbeiten beginnen – ein wichtiges Anliegen für eine Straße, die stark von Fußgängerverkehr und Tourismus abhängig ist.
Der Streit um Anti-Terror-Barrieren auf der Portobello Road
Die Neugestaltung findet vor dem Hintergrund einer heftigen Debatte über Betonbarrieren zur Terrorismusbekämpfung statt, die 2023 auf Anraten der Londoner Polizei zur Terrorismusbekämpfung auf der Portobello Road installiert wurden.
Die Anwohner haben im August letzten Jahres rechtliche Schritte eingeleitet und dem Stadtrat vorgeworfen, die Barrieren ohne angemessene Konsultation installiert zu haben und die Menschen durch die Sperrung der Straße bis zu sechs Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, praktisch in ihren Häusern einzusperren.
Der Anwohner Patrick Somers, der die Klage anführte, sagte den Ratsmitgliedern, dass die Einheimischen zwar strenge Anti-Terror-Maßnahmen unterstützten, sich aber aus dem Entscheidungsprozess ausgeschlossen fühlten und frustriert waren über das, was er als „mangelnde Kommunikation und Einbindung” seitens des Stadtrats bezeichnete.
Thalassites argumentierte, dass die Behörde zuvor im Rahmen eines umfassenderen Programms namens „Strengthening Portobello Project” Konsultationen zu Sicherheitsbarrieren durchgeführt habe, was darauf hindeute, dass die Neugestaltung zum Teil eine Neugestaltung der Art und Weise sei, wie Veränderungen auf der Straße kommuniziert und umgesetzt werden.
