Das Ministerium für Arbeit und Renten hat die vollständige Liste der Erkrankungen bestätigt, die mit dem höchsten Satz der Komponente „Alltagsleben“ der Personal Independence Payment verbunden sind, der 2026/27 114,60 £ pro Woche beträgt.
PIP ist eine bedarfsunabhängige, steuerfreie Leistung für Menschen, deren langfristige körperliche oder psychische Erkrankung die Bewältigung alltäglicher Aufgaben oder die Mobilität beeinträchtigt.
Im April 2026 erhielten mehr als 3,7 Millionen Menschen in England und Wales PIP, während die neuesten Zahlen des DWP für Januar 2026 3.926.015 anspruchsberechtigte Fälle auswiesen.
Die Leistung ist in zwei Teile unterteilt: Alltag und Mobilität. Antragsteller können je nach Ergebnis ihrer Begutachtung einen Teil, beide Teile oder gar keinen Teil erhalten.
Wie hoch ist die Behindertenbeihilfe?
Für 2026/27 beträgt der erhöhte Satz für den Alltag 114,60 £ pro Woche, während der Standardsatz für den Alltag bei 76,70 £ pro Woche liegt.
Die Mobilitätskomponente wird im Standardtarif mit 30,30 £ pro Woche und im erhöhten Tarif mit 80 £ pro Woche gezahlt. Wer beide erhöhten Tarife erhält, bekommt insgesamt 194,60 £ pro Woche.
DWP bestätigt Liste mit 177 Erkrankungen, die Anspruch auf Behindertenbeihilfe begründen
Die DWP-Liste umfasst ein breites Spektrum an Gesundheitsproblemen aus den Bereichen körperliche und psychische Gesundheit, darunter Blutkrankheiten, Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten, Angststörungen, affektive Störungen, psychotische Störungen, neurologische Erkrankungen, Seh- und Hörprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Lebererkrankungen, Hauterkrankungen, Probleme des Bewegungsapparats, Autoimmunerkrankungen, Harnwegs- und Nierenerkrankungen, endokrine Störungen, Atemwegserkrankungen und vieles mehr.
So beantragst du PIP
Um einen PIP-Antrag in England und Wales zu stellen, sollten Antragsteller das DWP unter 0800 917 2222 anrufen. Danach erhalten sie ein Formular, in dem sie angeben müssen, wie sich ihre Erkrankung auf sie auswirkt, und manche Personen benötigen zusätzlich eine Begutachtung durch einen medizinischen Fachmann. Das Datum des ersten Anrufs ist wichtig, da es zur Rückdatierung eines erfolgreichen Antrags herangezogen werden kann.
Die lange Liste der Erkrankungen hat Aufmerksamkeit erregt, weil sie zeigt, wie weitreichend PIP sein kann – von häufigen Erkrankungen wie Asthma und Arthritis bis hin zu weniger sichtbaren Krankheiten und psychischen Störungen.
Die Anspruchsberechtigung wird jedoch weiterhin individuell geprüft, und Antragsteller müssen detaillierte Nachweise wie Hausarztbescheinigungen oder ärztliche Gutachten vorlegen, um ihren Antrag zu begründen.