Ein herber Schlag für junge und alte Skateboarder in London: Einer der größten Skateparks der Stadt – und angeblich der einzige voll ausgestattete Indoor-Skatepark in der Stadt – soll geschlossen werden. Der „Barking Better Extreme“-Skatepark wird in nur wenigen Tagen schließen, um Platz für Padel-Plätze zu machen.
Die Schließung des Skateparks in Barking, der mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde, ist ein herber Schlag für die Gemeinde. Die lokale Nutzerschaft ist breit gefächert und reicht von „Skateboardern über Scooterfahrer, BMXer und Rollschuhfahrer bis hin zu absoluten Anfängern und nationalen Wettkämpfern, von 6-Jährigen bis zu 60-Jährigen“.
Trotz des Widerstands vor Ort soll der Skatepark am 2. August schließen.
Warum wird der Skatepark in Barking geschlossen?
Der Betreiber des Skateparks, GLL (unter dem Fitnessstudio-Markennamen „Better“), hat anhaltende Verluste als Grund für die Schließung angeführt. Wie Huck berichtet:
„GLL hat mangelnde Einnahmen als Grund für die Entscheidung angeführt. Ein Sprecher von GLL sagte: ‚GLL betreibt das Barking Sporthouse seit 13 Jahren. In dieser Zeit hat der Indoor-Skatepark jedes Jahr finanzielle Verluste gemacht. Trotz einer Reihe von Initiativen zur Steigerung der Nutzung ist die Besucherzahl weiter zurückgegangen.‘“
Lokale Skateboarder werden dazu ermutigt, die Outdoor-Skateparks in der Gegend zu nutzen, doch Eltern und Skater haben Probleme mit der Sicherheit und der Instandhaltung der Anlagen angeführt. Rollsportarten sind zudem wetterabhängig, und die Indoor-Anlage macht sie das ganze Jahr über zugänglicher.
Padel vs. Skateboarden
Die Umgestaltung erfolgt vor dem Hintergrund, dass überall in der Stadt Padel-Anlagen aus dem Boden schießen – oft auf Kosten bestehender Parkanlagen oder Gemeinschaftsflächen. Derzeit gibt es Padel-Anlagen unter anderem im O2, in Bermondsey, Earl’s Court, Shoreditch, Canary Wharf, Battersea und darüber hinaus.
Der boomende Sport hat ein großes neues Publikum gefunden, und die Betreiber profitieren von seiner rasant wachsenden Beliebtheit und seiner relativen Platzersparnis. Auf einer Fläche, auf der sonst ein voller Tennisplatz Platz hätte, lassen sich in der Regel drei Padelplätze unterbringen.
Die Entscheidung, den Skatepark in Barking in Padelplätze umzuwandeln, fällt nur wenige Jahre bevor Skateboarden zu einer der Pflichtdisziplinen bei den Olympischen Sommerspielen wird. Es soll bei den Olympischen Sommerspielen 2028 in Athen eine Pflichtdisziplin sein. Padel ist derzeit keine olympische Sportart – weder als Wahl- noch als Pflichtdisziplin.

Es wurde eine Petition ins Leben gerufen, um den „Barking Better Extreme Indoor-Skatepark“ zu retten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hatte sie 3.545 Unterschriften.
In einem aktuellen Update zur Petition heißt es:
„Der Londoner Vizebürgermeister für Gemeinschaften und soziale Gerechtigkeit hat GLL per E-Mail gefragt, ob sie in Betracht ziehen würden, die Schließung unseres Skateparks nächste Woche auszusetzen und sich mit [den Organisatoren der Petition] an einen Tisch zu setzen, um darüber zu diskutieren.“