Da die Regierung ihr Engagement für Lohngleichheit in Großbritannien fortsetzt, werden Unternehmen bald verpflichtet sein, Gehaltsangaben in ihren Stellenanzeigen zu machen.
Auch wenn die genauen Bestimmungen der neuen Gesetze noch nicht bestätigt sind, hoffen die Minister, dass die Offenlegung dieser Informationen dazu beitragen wird, die Lohngleichheit in allen Branchen zu fördern.
Welche Gehaltsangaben könnten verlangt werden?
Derzeit gibt es für Unternehmen keine gesetzliche Verpflichtung, Gehälter in ihren Stellenanzeigen anzugeben. Das neue Antidiskriminierungsgesetz könnte Arbeitgeber dazu verpflichten, entweder eine Gehaltsspanne oder einen genauen Gehaltsbetrag sowie etwaige Prämien anzugeben.
Derzeit lädt die Regierung Unternehmen, Arbeitnehmer und die Zivilgesellschaft ein, sich zu äußern, da sie eine Konsultation startet, um die neuen Gesetze mitzugestalten.
Bislang sehen die Vorschläge vor, dass Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten das Gehalt oder die Gehaltsspanne für neue Stellen offenlegen und Bewerber nicht nach ihrer bisherigen Gehaltsentwicklung fragen dürfen .
Außerdem gelten die Vorschläge für England, Schottland und Wales, wobei die genauen Bedingungen und gesetzlichen Regelungen bis Ende Oktober dieses Jahres ausgearbeitet werden sollen.
Seema Malhotra, Abgeordnete und Ministerin für Gleichstellung, sagte: „Das Lohngleichheitsgesetz war ein riesiger Erfolg. Aber 50 Jahre später ist klar, dass dieses wegweisende Gesetz reformiert werden muss, damit es für alle funktioniert. Das derzeitige Rahmenwerk zur Lohngleichheit ist zu langsam, zu teuer und belastet Arbeitnehmer, Unternehmen und das Justizsystem zu sehr.“