Avanti West Coast wird diesen Sommer auf einigen seiner verkehrsreichsten Bahnstrecken den Fahrplan reduzieren, nachdem die Regierung eine Kostensenkung gefordert hat.
Der Betreiber bestätigte, dass über einen Zeitraum von sechs Wochen, vom 20. Juli bis zum 28. August, etwa 38 Verbindungen an Wochentagen gestrichen werden.
Avanti West Coast wird diesen Sommer den Fahrplan reduzieren
Die Änderungen betreffen wichtige Strecken, die London Euston über die West Coast Main Line mit Birmingham, Liverpool und Manchester verbinden – Korridore, die normalerweise das ganze Jahr über stark frequentiert sind.
Unter normalen Umständen fährt Avanti täglich etwa 248 Züge auf diesen Strecken. Der geänderte Fahrplan bedeutet eine deutliche, wenn auch vorübergehende Reduzierung.
Warum werden die Verbindungen von Avanti West Coast gestrichen?
Die Kürzungen erfolgen auf Wunsch des Verkehrsministeriums (DfT), das die Ausgaben im Schienenverkehr eindämmen und gleichzeitig eine angemessene Beförderungskapazität aufrechterhalten will.
Laut dem Verkehrsministerium bietet die Sommerzeit eine Gelegenheit, den Betrieb zu reduzieren, ohne dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Reisenden hat, da die Nachfrage tendenziell sinkt und die Züge oft nicht ausgelastet sind.
Ein Sprecher sagte, die Änderungen seien darauf ausgelegt, „Steuergelder zu sparen und gleichzeitig die Nachfrage der Fahrgäste nach Sitzplätzen zu decken“, und fügte hinzu, dass viele Züge in diesem Zeitraum „eine große Anzahl leerer Sitzplätze“ hätten.
Avanti West Coast hat dies bestätigt und erklärt, man habe bewusst Verbindungen mit geringerer Nachfrage und Strecken ausgewählt, auf denen mehrere Züge pro Stunde verkehren, sodass den Fahrgästen weiterhin alternative Optionen zur Verfügung stehen sollten.
Die betroffenen Verbindungen werden bereits aus den Buchungssystemen entfernt, sodass alle, die für diesen Sommer eine Reise auf diesen Strecken planen, beim Ticketkauf möglicherweise weniger Optionen vorfinden.
Ein umfassenderer Überblick über die Finanzierung des Schienenverkehrs
Dieser Schritt verdeutlicht den anhaltenden finanziellen Druck auf das britische Schienennetz. Die staatliche Unterstützung bleibt beträchtlich: Bis März 2025 werden 11,9 Milliarden Pfund für den Bahnbetrieb ausgegeben – etwas weniger als im Vorjahr, aber immer noch deutlich mehr als vor der Pandemie.
Trotzdem setzt die Regierung ihre Bemühungen fort, die Kosten im gesamten Netz zu senken, insbesondere da sich die Fahrgastzahlen und Arbeitsgewohnheiten nach Covid weiter verändern.
Vorerst müssen sich die Fahrgäste im Sommer auf einen reduzierten Fahrplan einstellen, der aber laut Avanti und der Regierung den Verkehr im Land weiterhin aufrechterhalten soll.