Mehr als 300 königliche Juwelen aus fünf Jahrhunderten sollen 2027 im Buckingham Palace zu sehen sein – in der ersten Ausstellung, die sich ausschließlich dem britischen königlichen Schmuck widmet.
„Königlicher Schmuck: Von Krönungen bis zu Andenken“ wird am 25. Juni in der King’s Gallery eröffnet und läuft neun Monate lang; dabei werden rund 200 Stücke zum ersten Mal öffentlich gezeigt.
Königliche Juwelen werden im Buckingham Palace in einer einzigartigen Ausstellung zu sehen sein
Die Ausstellung zeichnet die Geschichte des königlichen Schmucks vom 16. Jahrhundert bis heute nach und zeigt Stücke, die mit Monarchen und deren Gemahlinnen von Heinrich VIII. bis hin zu Elisabeth II. in Verbindung stehen.
Die Kuratorinnen Caroline de Guitaut und Kathryn Jones beschreiben die Objekte als Träger „einer menschlichen Geschichte: von Liebe und Verlust, Macht und Politik, Familie und Glauben“.
Anstatt die Juwelen einfach nur als kostbare Objekte zu präsentieren, wird die Ausstellung untersuchen, wie sie Loyalität, Legitimität, Trauer, Glauben und dynastische Ambitionen symbolisierten. Außerdem werden Gemälde, Entwürfe und Archivmaterial gezeigt, um die Stücke in ihren historischen und persönlichen Kontext einzuordnen.
Das Diamantdiadem, das Elisabeth II. auf den Porträts trägt, die auf Münzen, Banknoten und Briefmarken abgebildet sind, wird zu sehen sein

Zu den mit größter Spannung erwarteten Exponaten gehört das Diamantdiadem, das 1820 für die Krönung von Georg IV. angefertigt und später von Elisabeth II. auf den Porträts getragen wurde, die auf Münzen, Banknoten und Briefmarken abgebildet sind.
Auch die kleine Diamantkrone von Königin Victoria aus dem Jahr 1870 wird zu sehen sein; sie wurde während ihrer Aufbahrung auf ihren Sarg gelegt.
Die Besucher können außerdem Manschettenknöpfe bewundern, die angeblich von Karl I. bei seiner Hinrichtung im Jahr 1649 getragen wurden, bevor er sie seinen Anhängern übergab. Sie werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.
Auch Andenken von Königin Victoria und Prinz Albert werden zu sehen sein

Einige der persönlichsten Exponate stammen von Königin Victoria und Prinz Albert.
Dazu gehören die Saphir- und Diamantbrosche, die Albert Victoria am Vorabend ihrer Hochzeit im Jahr 1840 schenkte, ein Armband, besetzt mit Kieselsteinen, die das Paar auf seiner ersten gemeinsamen Reise gesammelt hatte, sowie eine Distelbrosche, in der der erste Milchzahn ihrer ältesten Tochter eingefasst ist.
Victorias Trauerring, besetzt mit einem Foto von Albert und ihren ineinander verschlungenen Initialen, rundet die persönliche Ausstellung ab. Sie trug ihn nach Alberts Tod im Jahr 1861, als er 42 Jahre alt war.
Fünf Jahrhunderte königlicher Schmuck werden präsentiert
Die Ausstellung vereint Schmuckstücke, die mit jeder Königin und jedem Gemahl von Königin Charlotte bis zu Elisabeth II. in Verbindung stehen, und zeichnet den Wandel von georgianischer Pracht und viktorianischer Sentimentalität hin zu Art déco und dem Design der Mitte des 20. Jahrhunderts nach. Ein Garnet-Schmuckset, das kürzlich mit Königin Charlotte in Verbindung gebracht wurde, wird zum ersten Mal gezeigt.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen das Schlangenarmband mit beweglichen Gliedern von Königin Alexandra, ein Aquamarin- und Diamant-Anhänger von Fabergé, den Königin Mary der späteren Elisabeth II. schenkte, sowie die Greville-Smaragd- und Diamantkette aus dem Nachlass von Dame Margaret Greville an die Königinmutter.