Wenn Sie jemals atemlos den Hügel im Greenwich Park hinaufgewandert sind und auf das Königliche Sternwarte – die Heimat des Nullmeridians und der Geburtsstätte der Greenwich-Zeit, wissen Sie, dass es eines der Ikonen Londons ist.
Nun steht dieser legendäre Ort kurz vor einer neuen Ära, dank einer massiven 77 Millionen Pfund teuren Sanierung, die das Besuchererlebnis verändern und gleichzeitig 350 Jahre astronomische Geschichte würdigen soll.
Was ändert sich eigentlich am Royal Observatory?

Zunächst einmal erhält das Observatorium einen brandneuen Eingangspavillon und einen wunderschön angelegten Gartenweg, der den Aufstieg auf den Hügel einladender denn je macht.
Barrierefreiheit wird großgeschrieben: Zum ersten Mal können alle Besucher das Große Äquatorialteleskop und das Planetarium über neue stufenlose Wege und einen eigenen Aufzugsturm erreichen – man muss sich nicht mehr ausgeschlossen fühlen, wenn man die steilen Wege nicht bewältigen kann.
Im Inneren werden die Galerien komplett erneuert, mit interaktiven Displays, die die Wunder des Universums zum Leben erwecken. Außerdem gibt es einen neuen „Astronomers Court“, ein lebendiges Zentrum für wissenschaftliche Vorführungen zum Anfassen, Shopping und Cafés – hier können Sie bei einem Kaffee kosmische Inspirationen sammeln.
Das 350-jährige Bestehen des Royal Observatory wird mit einer umfassenden Modernisierung gefeiert
Das von Jamie Fobert Architects geleitete Projekt fällt zeitlich mit dem 350-jährigen Bestehen des Observatoriums zusammen. Der Baubeginn ist für September 2025 vorgesehen, die große Wiedereröffnung für das Frühjahr 2028. Mit bereits gesicherten 50,5 Millionen Pfund ist die Vision auf dem besten Weg, Wirklichkeit zu werden.
Natürlich geht es nicht nur um glänzende neue Gebäude. Im Zuge der Sanierung werden auch die historischen Merkmale des Geländes restauriert und erhalten, nachhaltige Infrastrukturen wie Luft-Wärmepumpen eingeführt und sichergestellt, dass das Royal Observatory auch für kommende Generationen ein Leuchtturm für Sternengucker und Wissenschaftsliebhaber bleibt.